Casanova oder Giacomo brennt

Paulus Hochgatterer
Auftragswerk der Sommerspiele Melk
Uraufführung Juli 2008 – Donauarena Melk
Inszenierung und Intendanz – Alexander Hauer
Bühne – Judith Leikauf / Karl Fehringer
Kostüme – Susanne Özpinar
Musik – Matthias Bauer
Dramaturgie – Hagnot Elischka
Maske – Beate Lentsch-Bayerl
Licht – Dietrich Körner
Günter Franzmeier, Barbara Horvath, Markus Kofler, Martina Spitzer, Pippa Galli, Sebastian Pass, Ingo Beck, Michelle Steiner, Verena Leitner, Tom Rotsch, Lothar Jansky, Ethem Saygieder, Patrick Martin, Leo Schörgenhofer, Wolfgang Ciechanowski
Pressestimmen
www.mostropolis.at
Die Presse
Der Standard
über das Stück
Casanova – ein Tausendsassa, ein Held seiner Zeit. Vielfältig war sein Leben: Er wurde von der Inquisition eingekerkert, von Päpsten, Kaisern und Königen empfangen und übte unzählige Berufe aus. Vor allem anderen aber war ein Virtuose der Sinne mitten im Zeitalter des lustvollen Lebens und der Revolution. Er war ein ewig Reisender. Einer seiner Wege führte ihn sogar einmal nach Melk, wo er in der „Alten Post“ übernachtete. Somit ist Casanova 2008 nicht zum ersten Mal Gast in Melk, sondern sozusagen ein Wiederholungstäter.
Heutzutage kennt man ihn großteils als Frauenheld. Womit wir auch schon bei Casanovas Dilemma angekommen wären: bis heute wird er völlig auf die Rolle des großen Verführers reduziert und somit seiner Vielschichtigkeit beraubt. Und genau diese wird in der Inszenierung der Sommerspielen Melk beleuchtet.
Plot:
Casanova – Giacomo brennt.
Vor allem brennt er für zwei Leidenschaften – die Frauen und das Schreiben. Wäre nun Casanova die letzte Seele im Fegefeuer und würde dieses abgeschafft, stellt sich die Frage: Wohin mit Casanova? In den Himmel oder doch lieber in die Hölle? Um eine Entscheidung zu treffen, erhält man Einblicke in Casanovas Leben und das seiner Zeitgenossen.
‚CASANOVA oder Giacomo brennt’ kann als Komödie aufgefasst werden. Das Stück ist angelehnt an die Tradition der commedia dell’ arte, der Comédie Française und beinhaltet Elemente des klassischen Volksstückes.